Salagon Quartett

Im Salagon Quartett haben sich im Jahr 2004 erfahrene und passonierte Kammermusikerinnen zum Streichquartett zusammengefunden, die weltweit in den renommiertesten Kammerorchestern und Spezialensembles für Musik des 18. Jahrhunderts konzertieren. Klang- und Interpretationsideal ist die durchsichtige, sprechende und farbenreiche Spielweise, die sich durch epochenadäquate Instrumente (z.B. Darmsaiten und orginale Bogenmodelle) und durch die Beschäftigung mit der Historischen Aufführungspraxis in den letzten Jahrzehnten wiederentwickelt hat. Soeben ist bei Carus in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk Stuttgart die erste CD des Salagon Quartettes mit Streichquartetten von Joseph Martin Kraus (1756-1792) erschienen.

Christine Busch, Violine, wirkte schon in ihrer Studienzeitbeim Concentus Musicus Wien (Nikolaus Harnoncourt), beim
Chamber Orchestra of Europe (Claudio Abbado) und beim Freiburger Barockorchester mit. Inzwischen arbeitet sie als Konzertmeisterin mit Philippe Herreweghe und Thomas Hengelbrock zusammen und wurde als Gastleiterin zur Camerata Sern und zur Kammerakademie Potsdam eingeladen. CD’s hat sie eingespielt u.a. für cpo, Dabringhaus und Grimm und bei harmonia mundi france mit Ensembles wie der Akademie für Alte Musik Serlin, der Camerata des 18. Jahrhunderts, der Salzburger Hofmusik und dem Ensemble Explorations. Letzte Neuerscheinungen sind die Sonaten von J.S. Bach für Violine und obligates Cembalo mit Kay Johannsen bei Carus und Kammermusik von Rossini und Mendelssohn mit dem Ensemble Explorations bei harmonia mundi france. Ab 1997 unterrichtete sie als Professorin an der Hochschule der Künste Berlin und folgte im Jahr 2000 einem Ruf an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst nach Stuttgart.

Kathrin Tröger, Violine, studierte erst an der Musikhochschule Basel bei Adelina Oprean und später mit einem Stipendium des DAAD an der Royal Academy London bei Erich Gruenberg und Simon Standage. Bereits zu beginn ihres Studiums kam sie in Kontakt mit der Historischen Aufführungspraxis, die dann mehr zu einem Schwerpunkt ihrer musikalischen Arbeit wurde. Seit 1997 spielt sie regelmäßig im Freiburger Barockorchester, mit dem sie sowohl innerhalb Europas als auch in Süd- &Mittelamerika und in den USA konzertierte. Außerdem sammelte sie Erfahrungen in verschiedenen anderen Ensembles, wie Anima Eterna, Concerto Köln und Ensemble Explorations, und ist eine der Konzertmeisterinnen des Barockorchesters La Banda.

Claudia Hofert, Viola, war als Studentin Solobratschistin im European Community Youth Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado und spielt regelmäßig in dem von ihm gegründeten Chamber Orchestra of Europe (Leitung u.a. Nikolaus Harnoncourt, Heinz Holliger und Andreas Schiff). Sie war zu Gast auf zahlreichen internationalen Kammermusikfestivals, wie z.B. Rudolf Serkins Marlboro Music (Vermont), Lockenhaus und dem Open Chamber Music Festival in Prussia Cove, Cornwall. Hier machte sie die Bekanntschaft mit dem inzwischen verstorbenen ungarischen Geiger Sandor Vegh, in dessen Kammerorchester Camerata Salzburg sie seit 1991 als Solobratschistin Mitglied ist. Claudia Hofert wirkt außerdem regelmäßig in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, im Salthasar Neumann Ensemble unter Thomas Hengelbrock und bei der Akademie für Alte Musik Berlin mit. Als Kammermusikerin und Solistin tritt Claudia Hofert mit dem Ensembles Salzburger Hofmusik und Nova Stravaganza sowie dem Ensemble Explorations im In- und Ausland auf.

Gesine Queyras, Violoncello, studierte in Freiburg im Breisgau bei Christoph Henkel, absolvierte dort ihr Diplom mit Auszeichnung uns setzte ihre Studien anschließend in. New Vork am Mannes College of Music bei Timothy Eddy fort. Dann wandte sie sich dem Barockcello zu, ergänzte ihre Ausbildung in Paris bei Chris ophe Coin und bekam einen »Premier Prix« bei ihrer Abschlussprüfung zuerkannt. Erste Continuo-Erfahrungen sammelte sie bei Les Arts Florissants (William Christie) und spielte dann viele Jahre lang Continuo zusammen mit Christophe Rousset bei den Talents Lyriques und wirkte dort bei zahlreichen CD-Einspielungen mit (z.B. »Mitridate« mit Natalie Dessay und Cecilia Bartoli). Inzwischen spielt sie im Balthasar Neumann Ensemble (Thomas Hengelbrock) und in Philippe Herreweghes Orchestre des Champs Elysées. Gesine Queyras hat zusammen mit Jean-Guihen Queyras die künstlerische Leitung des, Kammermusikfestivals Rencontres Musicales de Haute Provence. Hier finden sich jedes Jahr renommierte Musiker in der zweiten Julihälfte für Kammermusikkonzerte in der ehemaligen Abteikirche »Prieure de Salagon« zusammen.

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